Digitale Souveränität: was der Mittelstand jetzt wissen muss
Seminar-Nr.: KI_05_2027_NB03
Wie abhängig ist Ihr Unternehmen von digitalen Technologien und IT-Anbietern – und wo besteht Handlungsbedarf? Digitale Souveränität wird für mittelständische Unternehmen zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. In diesem praxisorientierten Tagesseminar nehmen Sie Ihre digitalen Abhängigkeiten unter die Lupe, lernen mögliche Alternativen kennen und bewerten Chancen, Risiken und Kosten eines Anbieterwechsels. Sie entwickeln konkrete Handlungsprioritäten und einen ersten Plan B, um die digitale Handlungsfähigkeit Ihres Unternehmens langfristig zu sichern.
Ihr Nutzen
Für Sie persönlich
- Sie können die Diskussion um digitale Souveränität fundiert einordnen und Handlungsbedarfe erkennen.
- Sie lernen, Marketingversprechen kritisch zu hinterfragen und echte Alternativen zu bewerten.
- Sie erkennen zwei bis drei konkrete Maßnahmen, die Sie kurzfristig und mit überschaubarem Aufwand umsetzen können.
Für Ihr Unternehmen
- Sie gewinnen einen strukturierten Überblick über digitale Abhängigkeiten und mögliche Risiken.
- Sie erkennen Möglichkeiten, Ihre Verhandlungsposition gegenüber IT-Anbietern zu stärken.
- Sie erhalten Orientierung zu relevanten Anforderungen aus NIS2 und dem öffentlichen Auftragswesen.
- Sie entwickeln erste Ansätze für eine Exit-Strategie bzw. einen Plan B für besonders kritische Systeme.
Das erwartet Sie
Die Teilnehmenden können nach dem Seminar
- die vier Ebenen digitaler Souveränität unterscheiden und die eigene Betroffenheit einordnen,
- die eigenen Abhängigkeiten strukturiert erfassen: Systeme, Daten, Verträge, Wechselaufwand,
- europäische und quelloffene Alternativen realistisch bewerten, mit ihren Stärken und Lücken,
- entscheiden, wo sich ein Wechsel lohnt und wo er teurer Aktionismus wäre,
- eine erste Ausstiegs- und Notfallstrategie skizzieren.
Kernthemen
1. Was Souveränität wirklich bedeutet
Vier Ebenen: Wo liegen die Daten, wer betreibt das System, wem gehört die Technologie, welchem Recht unterliegt der Anbieter. Warum ein Rechenzentrum in Frankfurt allein noch keine Souveränität herstellt.
2. Der rechtliche Rahmen
Zugriffsmöglichkeiten ausländischer Behörden, Stand des transatlantischen Datentransfers, die Wechselregeln des europäischen Datenrechts für Cloud-Dienste, Anforderungen aus NIS2.
3. Bestandsaufnahme
In wenigen Stunden zu einer belastbaren Übersicht der eigenen Abhängigkeiten, mit einem Raster, das zwischen kritisch und lästig unterscheidet.
4. Die Alternativen
Europäische Cloud-Anbieter, souveräne Angebote der großen Plattformen, quelloffene Arbeitsplatzlösungen. Was produktiv im Einsatz ist, wo die echten Lücken liegen, was ein Wechsel kostet. Ehrlich, einschließlich der Fälle, in denen die Alternative heute noch nicht trägt.
5. Entscheiden und umsetzen
Priorisierung, Migrationspfade, Zwischenlösungen, Notfallszenarien und was man vorab üben kann.
Zielgruppe
Geschäftsführung, IT-Leitung und IT-Verantwortliche. Besonders relevant für Betriebe mit öffentlichen Auftraggebern, erhöhten Vertraulichkeitsanforderungen, eigenen Entwicklungs- oder Konstruktionsdaten sowie NIS2-Betroffenheit.
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